Fonds JM-ISA/RG67 - Archiv des Deutschen Generalkonsulats in Jerusalem

Bereich "Identifikation"

Signatur

JM-ISA/RG67

Titel

Archiv des Deutschen Generalkonsulats in Jerusalem

Datum/Laufzeit

  • 1842-1945 (Anlage)

Erschließungsstufe

Fonds

Umfang und Medium

Globales Ausmaß : 1923 Akten, ungefähr 50 laufende Meter

Bereich "Kontext"

Name des Bestandsbildners

(Ab 1842)

Verwaltungsgeschichte

Das preußische Konsulat in Jerusalem wurde 1842 gegründet. Ab 1868 war sie als Konsulat des Norddeutschen Bundes und in den Jahren 1871-1913 als Konsulat - und seit 1913 als Generalkonsulat - des Deutschen Reiches tätig. 1844 wurde in Jaffa eine deutsche Konsularagentur gegründet, die als Zweigstelle des Konsulats in Jerusalem fungierte. 1870 wurde das Büro in Jaffa als Vizekonsulat anerkannt. Ein professioneller Konsul wurde 1895 in Jaffa ernannt und der Status des Büros wurde entsprechend geändert, um die Zuständigkeit in Zivil- und Strafsachen einzubeziehen. In Haifa nahm 1877 eine Konsularagentur ihre Arbeit auf, die 1908 zum Vizekonsulat wurde. Mit der Eroberung Palästinas durch die alliierten Armeen 1917 wurden die Konsulate geschlossen und die deutschen Interessen vom spanischen Konsulat wahrgenommen. 1924 wurde dem spanischen Konsulat ein deutscher Konsul angegliedert und 1925 ein deutscher Konsul für Palästina wieder ernannt. Das Konsulat wurde 1939 bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geschlossen.

Während seiner ersten 25 Jahre war das Jerusalemer Konsulat der Verwaltungsbehörde des Generalkonsulats in Beyrouth unterstellt; es wurde 1868 dem Außenministerium in Berlin unterstellt und 1913 offiziell in den Rang eines "Generalkonsulats" erhoben.

Während seiner 97-jährigen Tätigkeit wurden die territorialen Grenzen des Konsulats in Jerusalem mehrfach geändert. Während der osmanischen Zeit war die Gerichtsbarkeit des Konsulats koextensiv mit dem Verwaltungsbereich des Sanjak (Bezirk) von Jerusalem, der Jaffa und das Gaza-Gebiet umfasste. Im Jahre 1871 kamen die Sanjaks von Acre und Nablus hinzu, aber ein Jahrzehnt später wurde der Sanjak von Acre, einschließlich Haifa, an den deutschen Konsul in Beyrouth übergeben. Im Jahre 1883 wurde der neue Sanjak von Ma'an (Südtransjordanien) unter die Gerichtsbarkeit des Konsuls in Jerusalem gebracht.

Archivalien befinden sich im ISA (Jerusalem) mit einem Duplikat in Berlin.

Bestandsgeschichte

Da es sich um ein deutsches Konsulararchiv handelt, sollten die Bestände in Berlin aufbewahrt werden. Es scheint jedoch, dass der Fonds mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aufgegeben wurde, als die deutsche konsularische Tätigkeit in Palästina eingestellt wurde. Der Fonds soll in einem Kloster in Jerusalem untergebracht gewesen sein. Die Beschlagnahme eines Teils dieser Papiere durch einen israelischen Polizisten im Oktober 1955 in Nazareth hätte die Tatsache ans Licht gebracht, dass sie Gegenstand eines klandestinen Verkaufs durch das Kilo waren. Sechzehn Jahre später haben der israelische Staat und das israelische Staatsarchiv (ISA) wesentliche Fragmente davon gekauft.

Abgebende Stelle

Bereich "Inhalt und innere Ordnung"

Eingrenzung und Inhalt

Dokumente deutscher Konsulate in Jerusalem, Jaffa und Haifa, u.a. über Beziehungen zu den osmanischen Behörden, Steuerangelegenheiten, Eigentumserwerb, jüdische Einwanderung, Zivil- und Strafsachen, Vertretung deutscher Interessen durch das spanische Konsulat (1917-1926) und eine Vielzahl weiterer Themen. Die Sammlung spiegelt die Übernahme des österreichischen Konsulats durch Deutschland im Jahre 1938 wider.

Nur die Überreste aus dem Archiv des Konsulats in Jerusalem aus den Jahren 1842-1939 (einschließlich einiger Akten des österreichischen Konsulats, die bei der Annexion Österreichs im März 1938 an das deutsche Konsulat übergeben wurden) sind hier beschrieben, aber auch Reste aus dem Archiv des Jaffa-Konsulats (1870-1917) und des Haifa-Konsulats (1877-1918).

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Fond ist geschlossen.

Ordnung und Klassifikation

Die Akten wurden von den National Archives of Israel umnummeriert. Die Online-Aufzeichnungen enthalten die Titel der Verfahren, so dass man sie aus der 1976 in deutscher Sprache erschienenen Findmittel finden kann.

Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs

Benutzungsbedingungen

Die Akten können mit Erlaubnis des Nationalarchivs von Israel konsultiert werden.

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

    Schrift in den Unterlagen

      Anmerkungen zu Sprache und Schrift

      Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

      Bereich Sachverwandte Unterlagen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

      Verwandte Verzeichnungseinheiten

      Verwandte Beschreibungen

      Bereich "Anmerkungen"

      Alternative Identifikatoren/Signaturen

      Zugriffspunkte

      Zugriffspunkte (Thema)

      Zugriffspunkte (Ort)

      Zugriffspunkte (Name)

      Zugriffspunkte (Genre)

      Bereich "Beschreibungskontrolle"

      Identifikator "Beschreibung"

      Archivcode

      Benutzte Regeln und/oder Konventionen

      Status

      Erschließungstiefe

      Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

      Februar 2018.

      Sprache(n)

      • Deutsch

      Schrift(en)

        Quellen

        Anmerkung des Archivars/der Archivarin

        Autoren : Isabelle Chave, Wojszvzyk Elise, David Labude

        Bereich Zugang